Hegegemeinschaft Osterzgebirge

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Pilotprojekt in der Hegegemeinschaft Osterzgebirge

Nachdem die Pächtergemeinschaft Dippoldiswalde durch die aktive und enge Zusammenarbeit mit der Agrargenossenschaft Reinholdshain erfuhr, dass im rotwildsensiblen Waldrandbereich ein kleines Feld mit Raps bestellt wird, hat er der Obmann der Pächtergemeinschaft in guten Gesprächen mit der Agrargenossenschaft einen Weidelgrasstreifen am Waldrand erbeten, was die AG dankenswerterweise auch herstellen will.

Dadurch ist schon einmal ein Cluster für die Rauhfaserfutter-Aufnahme sichergestellt.

Desweiteren hat Vorstand Carsten Geißler bei der Unteren Jagdbehörde die bisherige Ablenkfütterungsstelle im GJB Dippoldiswalde um zwei Stellen ergänzt, die dem Rotwildzug von Einstand zu Rapsäsung für diesen kommenden Winter deutlich besser angepasst sind. So soll durch Vorlage von Heulage zusätzliches Rauhfaserfutter angeboten werden.

Mit dem Forstbezirk Bärenfels wurde ein Gespräch über ein Abkommen geführt, was die Bejagung der Rapsfläche und danebenliegender Flächen im GJB Dipps  bis 31.03.18 ruhen lässt, ebenso wie einen etwa 300-m- Streifen im Landeswald rings um diese Flächen von Einzel- und Bewegungsjagd ausnimmt, und darüber hinaus sicherstellt, dass das Gebiet zwischen Steinbruch Ulberndorf und Gipfel Kohlberg bis Jagdzeitende 31.01.2018 von Bewegungsjagden komplett ausgenommen wird, außer der revierübergreifenden Ansitzdrückjagd am 18. November von Forstrevier Oberfrauendorf, GJB Oberfrauendorf, GJB Obercarsdorf und GJB Dippoldiswalde.

Zeitgleich hat der Vorstand der Hegegemeinschaft bei der Oberen Jagdbehörde Mittel aus der Jagdabgabe für Aufklärung der Bevölkerung und Bitte um Wegbenutzung als Beschilderung für die naturnutzenden Bürger beantragt, um sicherzustellen, dass das Wild in dieser Jagdruhezone nicht durch andere Naturnutzer aufgescheucht und durch übermässigen Energieverbrauch während seines Winter-Ruhemodus zu Winterschäle veranlasst wird.

 

 

 

 

 

Dies sind die Entwürfe hierzu, gern können Sie uns unter kontakt@jagd-erzgebirge.de andere oder Verbesserungs-Vorschläge unterbreiten!

Autor: C. Geißler

 

HG-Versammlung und Neuwahlen am 04.04.2017

Die Hegegemeinschaft Osterzgebirge hatte ihre Versammlung und satzungsgemäß eine Wahlversammlung des Vorstandes am Dienstag, 04.04.2017 um 18.00 Uhr im Lindenhof Ulberndorf.

Hierbei wurde folgendes berichtet/gewählt:

1.) Vorstellung Methoden und Einzelerkenntnisse des Rotwild-Projektes des Staatsbetriebes Sachsenforst / TU Dresden Forstzoologie mit Dr. Stier, Klaus Polaczek und Frau Tröber (SBS)

2.) satzungsgemäße Wahlen des Vorstandes der Hegegemeinschaft (4 Mitglieder aus EJB und GJB).

Gewählt wurden Norman Moucha, Carsten Geißler, Kurt Reichel und Heinz Günther als Vorstandsmitglieder von EJB/GJB.
Als Vorsitzender wurde Norman Moucha bestimmt, als Stellvertreter Carsten Geißler. 
Vom Forstbezirk Bärenfels werden weiterhin Wolfram Gläser und Eckhard Heinze in den Vorstand der Hegegemeinschaft delegiert.

3.) Vorstellung Abschusszahlen 1. Jagdjahr der Dekade

Gruppenabschusspläne Forst und EJB/GJB zusammen:

Rotwild männlich AK0=39, AK1=41, AK2=34, AK3=10, AK4=2 Stück, zusammen 126 Stück Rotwild männlich
Rotwild weiblich AK0=38, AK1=29, AK2=37, zusammen 104 Stück Rotwild weiblich

Muffelwild männlich AK0=3, AK1=7, AK2=14, AK3=3, zusammen 27 Stück Muffelwild männlich

Muffelwild weiblich AK0=10, AK1=4, AK2=11, zusammen 25 Stück Muffelwild weiblich.

HG Osterzgebirge unterstützt das Forschungsprojekt des Sachsenforstes mit der TU Dresden Forstzoologie

Im Rahmen des Rotwildprojektes steht nun die Erfassung des Rotwildes mit Wärmebildkameras an.

Die Kamera befindet sich in einem geländetauglichen Auto, welches eine Vielzahl von Wegen befahren wird.

Die Befahrung erfolgt im März ca. 20. bis 25. 03.2017 jeweils in der Zeit von 23 bis 5 Uhr. Die Befahrung pro Weg erfolgt nur einmal.

Leider können die Wissenschaftler nicht im Vorfeld festlegen, welches Gebiet in welcher Nacht befahren wird.

Der Plan:

 

Versammlung der Hegegemeinschaft am 16. Juni 2016

Auf der Versammlung der HG Osterzgebirge am 16. Juni 2016 in Reichstädt hat der Vorstand der Versammlung die Abschusszahlen und die Populationsentwickung seit 1992 bis 2016 an die Wand gebeamt.

Ebenso wurden für den Forstbezirk die ermittelten Abschusszahlen des Rotwildes der letzten Jahre nach folgenden Gliederungen dargelegt:1.)nach Jahreszeit: in welchem Raum auf der Landkarte wurde die Strecke im August/September/Oktober erbracht, in welchem Gebiet im November/Dezember und wo erst im Januar?

2.)nach Regionen: in welche Bejagungsräume gliedert sich der Forstbezirk nach Höhenlage, zeitlicher Bejagung, Jagdart und wie stellen sich dort die Schälschäden differenziert nach Sommer- und Winterschäle dar?

3.)nach Jagdart: welche der Bejagungsräume bringen ihre Strecke mit Ansitzjagd, welche mittels Bewegungsjagden?

Auffallend ist hierbei, dass gerade im flacheren Gebiet der HG, in den Ausläufern Richtung Dippoldiswalde/Oberfrauendorf/Johnsbach die Strecken überwiegend im JANUAR mittels Bewegungsjagden erbracht werden, hier aber die Winter-Neuschäle besonders hoch ist. Vorstandsmitglied Carsten Geißler stellte dies im Vortrag in kausalen Zusammenhang (Energiebedarf im Sparmodus), was jedoch vom Forstbezirk verneint wird.

Abschusskoordinator Geißler präsentierte die Planungen des Vorstands für die kommende 3-Jahres-Periode, und verwies darauf, dass gerade die Reviere aus EJB und GJB die Planungen in die Höhe getrieben hätten. Er verwies wiederholt darauf, dass die wenigen Reviere im Wirkungsbereich der HG, die nicht Mitglied der HG sind, dieser beitreten sollten, und nach Möglichkeit am Gruppenabschußplan teilnehmen sollten, um unnötige Überplanungen zu vermeiden.

Nach wenigen Rückfragen wurde die Planung des Vorstands einstimmig angenommen:

Rotwild:

gesamt 1.224 Stück, davon GAP Forst 550 Stück, GAP EJB/GJB 393 Stück, Einzelplanungen 285 Stück

Muffelwild:

gesamt 259 Stück, davon GAP Forst 80 Stück, GAP EJB/GJB 170 Stück, Einzelplanungen 9 Stück

Damwild:

GAP EJB/GJB 15 Stück

Inzwischen nehmen 22 Reviere am Gruppenabschußplan der Hegegemeinschaft teil, Vorteil für die Reviere ist die Bejagbarkeit nach örtlichem Vorkommen, die Reviergebundenheit des männlichen Rotwildes AK 2, 3 und 4 bis in das 3. Jagdjahr (Ausschluß von Trophäenneid), und die erhebliche Kostenersparnis gegenüber Einzelplänen.

Den meisten "Verwaltungskram" erledigt der Abschußkoordinator der HG.

Interessante Grundlagen berichtete Carsten Geißler von der Sitzung des Jagdbeirats bei der Unteren Jagdbehörde:

Strecken gesamter Landkreis SSOE ohne Staatsbetrieb Sachsenforst von 2013-2016:

Rotwild:          859 Stück (+20 Stück)

Muffelwild:       573 Stück (+284 Stück)

Damwild:          58 Stück (+25 Stück)

Schwarzwild: 9.668 Stück (+275 Stück)

Rehwild:       8.516 Stück (+475 Stück)

Der Abschußkoordinator wurde vom Vorsitzenden Norman Moucha beauftragt, die Planungen nunmehr bei der Unteren Jagdbehörde einzureichen, was dieser am 20.06.16 erledigt hat.

Der Vorstand

Autor: Carsten Geißler

 

 

Veranstaltung der HG Osterzgebirge am 19.Mai 2016

Die HG Osterzgebirge konnte den "2.Mann" im Staatsbetrieb Sachsenforst, Herrn Dr. D.-R. Eisenhauer für eine Veranstaltung am 19. Mai 2016 um 18.30 Uhr  im Lindenhof in Dippoldiswalde-Ulberndorf gewinnen

Eine gut besuchte "Tenne" des Lindenhofes mit "Soljaka-Kanone" und Getränke-Versorgung stellte sicher, dass Donnerstag abends niemand Hunger oder Durst leiden musste.

Kurzfristig wurde den Organisatoren bekannt, dass Dr. Eisenhauer den beauftragten Wissenschaftler der TU Dresden, Herrn Dr. Norman Stier mit Teilen der Vorstellung des Projektes des SBS hinzugezogen hatte. Mit der Vorstellung eines weiteren Teil war SBS-Mitarbeiter Herr Polaczek betraut.

Wichtig für die Jäger der Hegegemeinschaft:

a)Meldung von besendertem oder beohrmarktem Wild  (der Mail-Link zu Dr. Stier findet sich auf http://www.forsten.sachsen.de/wald/4146.htm rechts außen.

b)nach Möglichkeit besendertes Wild oder Wild mit Ohrmarken (gelb) NICHT strecken.

c)sofern besendertes Wild oder Wild mit Ohrmarken gestreckt wird, bitte KEINESFALLS den Halssender vernichten, versenken oder entwerten. Bitte Herrn Dr. Stier melden 0171 48 59 789 oder per Mail siehe oben.

 

Zum zweiten Tagesordnungspunkt, Dr. Eisenhauers Vortrag vor der Jahresversammlung der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften am 03.12.2015 in Nossen, lässt sich an dieser Stelle nur sagen, dass über den Sinn oder Unsinn dieses Vortrags an jener Stelle heftig und strittig diskutiert wurde.

Es bleibt festzuhalten, dass gerade die Arbeit der Hegegemeinschaften dazu dient, eine ökosystemgerechte Rotwildpopulation festzulegen, und in biotop-angemessener und wildartgerechter Größe zu erhalten.

Insofern geht der gesamte Vortrag an den Hegegemeinschaften vorbei; dennoch bleibt ein erschüttertes Vertrauen in die SBS-Spitze, denn die Vertragspartner der in HGs organisierten Jägerschaften waren ja Adressaten dieses Vortrags.

Dr. Eisenhauer merkte hierzu an, der Vortrag sei ja nicht nur auf die nichtforstliche Jägerschaft "gemünzt", die Fehler würden alle machen, und führte zum Thema "Wirtschaftsjagd" auf, man könne ja auch gestreifte Frischlinge zur Strecke bringen, um die überbordenden Schwarzwildbestände in den Griff zu bekommen, man würde dies aber aus finanziellen Erwägungen ungern tun, obwohl es sachlich richtig sei.

Diese Linie mag man sehen, wie man will - es hat aber nicht das geringste mit der Zielrichtung des Vortrags vom 03.12.2015 zu tun, in welchem klar gesagt wird

1.)keine Verpachtung von Landeswaldflächen zum Zwecke der Jagdausübung

2.)Jäger führen stationäre Wildtierzucht durch, sind jagdneidisch und wollen dicke Trophäen und/oder haben

3.)nicht das nötige Fachwissen für die waldumbauerforderliche Jagdausübung.

Da also laut Dr. Eisenhauer eine Verpachtung der Landeswaldflächen zum Zwecke der Jagdausübung nicht in Frage kommt, mutet diese Argumentation des vorletzten Absatzes wie die totale Ausrede an; es drängt sich der Verdacht auf, dass Herr Eisenhauer vor der Zuhörerschaft "Hegegemeinschaft" seinen Vortrag anders sieht, als er es vermutlich am 03.12.2015 vor den Eigenjagdbesitzern und Jagdgenossenschaften gesehen hat.

Was allerdings all dies mit dem Vorwurf der Trophäenzüchterei und dem Vorwurf der Übertragung von Stalldenken auf Wildtiere gerade in unseren Regionen zu schaffen hat, blieb leider offen - außer Herausrederei war leider nichts zu holen.

Bei Interesse:

https://rotwilderzgebirge.wordpress.com/medienecho/

 Autor: Carsten Geißler

 

Vorstandssitzung der HG OE 02.12.2015

Anwesende:

Norman Moucha, Kurt Reichel, Wolfram Gläser, Sven Irrgang, Eckhard Heinze,      Beke Müller(Fotografin), Carsten Geißler

 

den Gesichtern sind die Strapazen der Diskussionen anzusehen.....

Themen:

1.)Wildtiermanagementkonzept:

Der Forstbezirk ist seitens des SBS/SMUL aufgefordert, ein Wildtiermanagementkonzept zu erstellen. Hierzu wurde die Gliederung dieses Konzeptes vorgestellt, erörtert, und für richtig befunden.

Die Vorstandsmitglieder aus EJB/GJB wiesen besonders darauf hin, dass die Notzeitfütterung dem Wild beizeiten zum Winter hin bekannt sein muss, damit es diese bei Bedarf unmittelbar annimmt, und somit eben keine oder nur geringe Schäden im Forst verursacht.

Weiterhin wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass nur einstandsnahe Äsungsflächen die Bestockung vor Schäle und Verbiß schützen können. Diese muss hinreichend zu touristischen Wegen entfernt bzw. abgeschirmt sein.

Die HG soll nach der Erarbeitung in das Konzept einbezogen werden, das Konzept soll sodann zu einem Konzept für alle Reviere der HG angepasst und auf einer Versammlung der HG vorgestellt, diskutiert und ggf. abgestimmt werden.

2.)Wildschadenmonitoring:

Das Wildschadensmonitoring ist aktuell durchgeführt, erste Ergebnisse wurden dem Vorstand vorgestellt. Markant sind zwar einzelne aber sehr heftige Schadstellen, die sich über nahezu den gesamten Wirkungsbereich der HG verteilen.

Hier ist Ursachenforschung zu betreiben, hingewiesen wurde auf die rasant zugenommenen Freizeitaktivitäten anderer Naturnutzer, wodurch insbes. das Rotwild tagsüber fast ausschließlich in den geschlossenen Waldungen bzw. Dickungen verbleibt. Dort herrscht jedoch Nahrungsmangel und somit entsteht Schaden. Benötigt werden also Äsungsflächen und Ruhezonen in den geschlossenen Waldgebieten.

Hier ausschließlich auf die Waldrandzonen greifen zu wollen, wird angesichts der Größe der geschlossenen Waldungen vermutlich eher keine oder nur wenig Entlastung bringen.

Vorgeschlagen wurden z.B. 1 - 3 Testgebiete, eben solche die extreme Schäden durch Neuschäle haben, und in denen Flächen von 2500 - 3500 qm zu Wildwiesen gewandelt werden, um zu sehen, ob dies eine Druckentlastung auf die forstlichen Kulturen bringt. Der FoB verwies hierzu allerdings auf die absolut mangelhaften Böden für die Anlage von Waldwiesen. Hierzu müssten noch Konzepte ggf. mit landwirtschaftlichen Betrieben erarbeitet werden.

3.)Die Abschussplanung 2016 - 2019 gestaltet sich zum Knackpunkt in der weiteren Zusammenarbeit, zumal nach den Diskussionen über Bestandsermittlungen, Rechenmethoden usw. im Vorfeld der Sitzung.

Alle Beteiligten, auch die WG Gläser und Geißler, konnten jedoch sachbezogen und zielorientiert an der Aufgabenstellung arbeiten.

Die Rückrechnungs-Methode, die einen mutmaßlichen Bestand von 800 Stück am 01.04.16 beziffert, konnte durch systematische Zählungen bei den bislang durchgeführten Drückjagden in verschiedenen Revieren des FoB nur teilweise untersetzt werden.

Auch im Forstbezirk -ähnlich wie in den Pachtrevieren- zeigen sich extrem unterschiedliche Wilddichten, die nur schwer und sehr bedingt zuverlässig auf die gesamte (Wald)fläche des Wirkungsbereiches der HG hochgerechnet werden können.

Die Forderung nach einer wissenschaftlichen Winter/Schneezählung lehnt der FoB ab, da dies personell und über die Fläche nicht stemmbar sei. Er setzt hingegen massgeblich auf das Forschungsprojekt mit der TU Dresden, Dr. Stier, und die Ergebnisse dieser Ermittlungen.

Trotz der schriftlichen und mündlichen Diskussionen über Bestandshöhen und Bestandsentwicklungen konnte sich der Vorstand mit dem Forstbezirk auf folgenden Vorschlag für die Versammlung der HG einigen:

  • Unterstellt, dass die Population irgendwo zwischen 650 und 800 Stück groß ist, gehen wir davon aus, dass eine Reproduktion von 70% des weiblichen Bestandes stattfinden wird, also bis zu 280 Stück.
  • Aufgrund der Schadenbilanz des Wildschadenmonitorings gehen wir von der Obergrenze der in unseren Diskussionen ermittelten Zahl aus, also von möglichen 280 Kälbern, und setzen eine Reduktion des Bestandes von 50 Stück an, sodass im 1.Jahr des neuen Planungszeitraum 330 Stück erlegt werden könnten.
  • Im 2.Jahr hätten wir bei einem Bestand von 750 Stück einen möglichen Zuwachs von 262 Stück zuzüglich 50 Stück Reduktion, somit 312 Stück im Plan.
  • Und im 3.Jahr kämen bei einem Bestand von 700 Stück theoretisch 245 Kälber zur Welt, zuzüglich 50 Stück Reduktion wären 295 Stück zu planen.
  • Für den 3-Jahres-Plan ergeben sich rund 930 Stück, die die HG planen könnte.
  • Diese 930 Stück möchte der Forstbezirk gegliedert sehen in 550 Stück beim Forstbezirk und 380 Stück in EJB/GJB.
  • Durch die Befindlichkeiten und Planwünsche unserer Mitglieder und der Nichtmitglieder, deren Reviere im Wirkungsbereich unserer HG liegen, die jedoch vereinzelt seit vielen Jahren ihre Wunschvorstellungen nicht erfüllen, überplant die HG das Segment EJB/GJB auf 480 Stück, um hier nicht mit der Unteren Jagdbehörde schwierigere Verhandlungen heraufzubeschwören, und den dort Beteiligten das Leben zu erschweren.
  • Somit schlägt der Vorstand vor, 1.030 Stück Rotwild in den neuen 3-Jahres-Plan zu schreiben.

Hierzu halten wir fest, dass der Forstbezirk unterschreibt, dass im Falle eines sich abzeichnenden völlig abweichenden Bestandsbild (der Population Rotwild) entweder durch neuerliche Rückrechnung für das JJ 2015/16, später 2016/17 und 2017/18 oder durch Feststellungen der Wildbestandsermittlung durch voraussichtlich Dr. Norman Stier (SBS/TU-Projekt), oder durch andere Wildbestandsermittlungen, der Vorstand das Thema Abschussplan erneut kurzfristig auf die Agenda bringt, und Bereitschaft besteht, diesen entsprechend anzupassen.

Eine Ausrottung des Rotwildes ist auch durch den Forstbezirk für das Erzgebirge keinesfalls angestrebt.

Diese Klausel ist Voraussetzung für diesen allseits tragfähigen Kompromiss, welcher in der HG zur Abstimmung gestellt werden soll, um das Benehmen in einvernehmlicher Form in einer HG herzustellen, die gemeinsam weiter die Jagd in ihrem Wirkungsbereich gestalten will.

An dieser Stelle ist festzuhalten, dass es seitens der Unteren Jagdbehörde keinen Grund gibt, vor Mai/Juni den neuen 3-Jahres-Plan festzuzurren, weil erst mit dem 10.April die Zahlen der Reviere vorliegen.

Erst dann sehen wir auch transparent das 3.Jagdjahr des scheidenden Plans, und können die Population neu bewerten.

Hierzu bleibt anzumerken, dass diejenigen Jagdreviere, die leider zur Zeit nicht Mitglied der HG sind, aber ihre Reviere in unserem Wirkungsbereich liegen haben, angeregt werden, doch ebenso ihre möglichen Vorbehalte beiseite zu schieben, und in der HG mitzuwirken. Die Jagd steht unter sehr kritischer Beobachtung durch viele gesellschaftliche Gruppen, und nur mit Einigkeit können wir unsere Jagd über die nächsten Jahre/Jahrzehnte erhalten!

Diesen Weidgenossen wie auch den Mitglieder, welche aber nicht am Gruppenabschussplan der EJB/GJB teilnehmen, empfieht der Vorstand dringend, sich doch möglichst am Gruppenabschussplan zu beteiligen, welcher für alle Pachtreviere nur Vorteile hat, und lösgelöst ist vom eigenen Gruppenabschussplan des Forstbezirkes:

1.)in Reinform beschlossen, könnte alles Rot- und Muffelwild dort erlegt werden, wo es auftritt.

2.)möglich ist auch, Hirsche der AK 2 und/oder 3 und /oder 4 revierbezogen in den Gruppenabschussplan einzubringen, was jedoch im Prinzip nicht notwendig erscheint, wenn gerade die AK 2 diszipliniert bejagt wird (weil wir sonst keine alten Hirsche bekommen)

3.)es kommt nicht zu jenen Phantomplanungen, die es zu Teil noch immer gibt, weil einzelne Reviere ihre starken Hirsche strecken möchten, und sich dadurch genötigt sehen, eine Stückzahl Rotwild in ihren Abschussantrag zu schreiben, welche sie nie in den 3 Jahren erlegen werden (-->Fehlplanungen in der Gesamtkoordination sind die Folge!)

4.)die geplante Exkursion in die Schadenschwerpunkte wird der Vorstand voraussichtlich in der 2. Januarhälfte 2016 vornehmen.

5.)die Mitgliederversammlung der Hegegemeinschaft wird für die zweite Februarhälfte nach den Winterferien angestrebt, um möglichst vollzählige Teilnehmerschaft zu ermöglichen. Ebenso werden wiederholt auch die Nichtmitglieder zur Versammlung eingeladen, deren Revieren im Wirkungsbereich der HG liegen.

  

Sitzungsprotokoll der gemeinsamen Beratung mit SMUL-Mitarbeitern im Forstamt Bärenfels vom 29.10.2015

Teilnehmer: Anita Domschke (Ministerialdirektorin), Utz Hempfling (Referatsleiter im SMUL), Stephan Gutzer (Oberste Jagdbehörde), Dr. Irrgang (kommiss.FoBL), Norman Moucha (Vorsitzender HG), Carsten Geißler (Abschusskoord.HG)

Die Beratung wurde seitens des SMUL initiiert, um die Forderungen der HG aus den betreffenden Schriftsätzen zu erörtern und abzuklären.

Im Raum bleibt, dass seitens des SMUL eine Pflichtmitgliedschaft in (vorhandenen und anerkannten) HGs  nicht angestrebt wird, was die HG für fachlich falsch hält. Die HG wird daher verstärkt versuchen, die Jagdgenossenschaften einzubinden.

Ebenso stellt sich als Knackpunkt dar, dass die Empfehlungen der HGs in Sachsen eben keine Verbindlichkeit haben.

Hier bleibt es dabei: die HGs müssen auf politischem Weg weiterhin versuchen, ihre Position zu stärken, um sinnvoll und zielführend ihre eigentlichen Aufgaben tätigen zu können. Die Verwaltung sieht diese Notwendigkeit nicht.

Der FoB stellt fest, dass die neuen Schäl-und Verbißgutachten gerade für den FoB Bärenfels eine eklatante Schadenzunahme darstellen, und dass er somit für die kommende 3-Jahres-Periode nicht von seinen Abschusswünschen analog zur laufenden Periode abrücken könne. Die HG erfragte, wer denn einmal nachgeschaut hat, wodurch denn diese örtlichen Schadengebiete kommen, ob z.B. Nacht-Geocaching eine Rolle spielen kann.

Offensichtlich konzentriert sich ein immer kleinerer Rotwildbestand immer mehr in den Waldgebieten, und wandert nicht wie gewohnt abends in die Offenlandgebiete zum Äsen.

Dies muss ja Ursachen haben, diese gilt es zu ergründen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Nach rund 2 1/2 Stunden Diskussion blieb festzuhalten,

-dass wir über die Sachverhalte im Gespräch bleiben wollen,

-dass der FoB ein Bejagungs- und Wildtiermangementkonzept für seine Flächen entwickeln will; dieses soll dann im Vorstand der HG erörtert werden, und es soll versucht werden, einen Konsens für ein flächiges Konzept in der gesamten HG zu finden und dies in einer HG - Versammlung vorzustellen.

-dass die Studie der TU Dresden (beauftragt durch den SBS) regional die HGs einbinden soll, und mittels dieser Studie der tatsächliche Rotwildbestand unter anderem im Wirkungsbereich der HG Osterzgebirge ermittelt werden soll.

-dass jedoch für die Vorstandsmitglieder aus Pacht und Eigenjagd ein Zielbestand von unter 450-500 Stück Rotwild im Wirkungsbereich der HG nicht mitgetragen werden wird. Für die neue Planperiode sind verlässliche Bestandszahlen -Projekt einer Erhebung durch die Wildbiologie unabhängig vom SBS-Projekt- unabdingbar, da sonst mit dem bestehenden Vorstand nicht machbar.

Autor: Carsten Geißler

 

Sitzungsprotokoll des Vorstands der HG Osterzgebirge vom 27.10.2015

Teilnehmer: Norman Moucha, Dr.Sven Irrgang, Wolfram Gläser, Eckhardt Heinze, Kurt Reichel, Carsten Geißler

Die Ergebnisse der Beratung vom 27.10.2015 im Forstamt Bärenfels halte ich wie folgt fest: 

1.)Presseverlautbarungen und öffentliche Äußerungen der Vorstandsmehrheit werden künftig mit dem Zusatz ausgegeben, dass dies gegebenenfalls nicht vom Mitglied Forstbezirk Bärenfels mitgetragen wird.

2.)Beschlüsse der Mitgliederversammlung haben Bindewirkung, und es muss sich jedes Mitglied überlegen, ob die Arbeitsfähigkeit der HG gegeben ist, wenn diese ignoriert werden.

3.)Der FoB erarbeitet ein Bejagungs-/Wildtiermanagementkonzept, welches dem Vorstand der HG vorgelegt wird, und für die gesamte HG überarbeitet wird. Sodann wird dieses den Mitgliedern auf einer Versammlung vorgestellt und zur Abstimmung gestellt.

4.)Der FoB Bärenfels ist in die Studie involviert, mit welcher der SBS die TU Dresden beauftragt hat. Die Vorstandsmehrheit der HG bemängelt die fehlende Einbindung der Hegegemeinschaften sachsenweit schon bei der Auswahl und Beauftragung des Institutes. Weiterhin sind die Ziele der Studie tief im Nebel, und es wäre eine Frage der Transparenz, die HG-Vorstände in diese theoretisch elementare Studie einzubinden, andernfalls riecht diese nach Gefälligkeitsgutachten.

5.)Wolfram Gläser tritt als stellvertretender Vorsitzender der HG zurück, bleibt jedoch Vorstandsmitglied der HG. In nächster Zeit kann ein neuer Stellvertreter von Norman Moucha (Vorsitzendem) benannt werden. Ein Stellvertreter ist mit Kurt Reichel ohnehin benannt.

6.)Übereinstimmend wird festgestellt, dass bei allen unübersehbaren Differenzen der Vorstand der HG nach wie vor imstande ist, Argumente auszutauschen, und sich mit den ausgetauschten Argumenten und Beweisen auseinanderzusetzen, gemeinsam einen Nenner zu finden, und in der Sache weiterzuarbeiten.

7.)Perspektivisch muss eine Vorstandsitzung zur Vorbereitung einer Mitgliederversammlung abgehalten werden, um die neue 3-Jahres-Planung ab 01.04.2016 zu beraten.

Autor: Carsten Geißler

Sitzungsprotokoll des Vorstands der HG Osterzgebirge und Vereinbarung im Vorstand der HG über die Schalenwildbejagung im Januar der Jagdjahre

Auf der Vorstandssitzung der HG Osterzgebirge vom 08.09.2015 im Forstbezirk Bärenfels wurden folgende Punkte besprochen: 

1.)der FoB wird versuchen, seine Abschussplanungen bis 31.12.d.J. zu erfüllen.

2.)der FoB wird NICHT um jeden Preis versuchen, Abschusspläne zu erfüllen, nur um sie zu erfüllen, indem im Spätwinter (Januar) Jagden unter tierschutzwidrigen oder nicht-weidgerechten Bedingungen abgehalten werden.

3.)der FoB wird ein neues Jagdkonzept erarbeiten, welches VOR Beschließung dem Vorstand der HG vorgestellt und mit diesem diskutiert wird. Den Zielen des FoB nicht entgegenstehende Vorstellungen können in das Konzept einfließen.

4.)der FoB wird eine Art Lebensraumkonzept mit der HG erarbeiten, in welchem maßgeblich die Leitvorstellungen der Forstbezirksleitung und die genauen örtlichen Vorstellungen der Revierförster einfliessen, und nach Möglichkeit die Vorstellungen der HG umgesetzt werden.

5.)der Vorstand der HG unterstreicht wiederholt, dass es mitnichten das Ziel der HG ist, "starke Trophäen zu ernten"(Braun), sondern die waldbaulichen und landwirtschaftlichen Schäden in tolerierbaren Größen zu halten; dies jedoch in Harmonie mit einem artenreichen und gesunden Wildbestand zu tun.

Wir stellen fest, dass  dessen Höhe sicher NICHT 1 - 2 Stück/100ha als Zielbestand in der Hegegemeinschaft mehrheitsfähig ist, da über dessen Höhe unterschiedliche Auffassungen bestehen, die in der Beratung des Vorstandes wie folgt konstatiert werden:

Der Forstbezirk benennt für die Landeswaldflächen eine Zielgröße von 1 -2 St./100 ha Waldfläche.

Die Vorstandsvertreter aus EJB/GJB haben hier eine prinzipiell andere Auffassung, die über, in jedem Fall sicher NICHT 1 - 2 Stück/100ha als Zielbestand hat, und für den Wirkungsbereich der HG bei etwa 500 - 600 Stück Rotwild liegt.

Weitere Diskussionen zu diesem Punkt mit dem Ziel einer Annäherung der Positionen sind erst im Laufe des Wirksamwerdens von den gemeinsam in der HG zu erarbeitenden komplexen Regelungen der anzuwendenden Jagdmethoden, Jagdstrategien, Lebensraum- und Fütterungskonzepten und / oder im Zuge beidseitig anerkannter Ergebnisse von komplexen populationsökologischen Untersuchungen sinnvoll und zielführend.

Die populationsökologischen Untersuchungen schließen eine Feststellung der Biotop-Belastbarkeit ein und sollten sich nicht am Schadenstand orientieren.

6.)zum Streitpunkt "Bewegungsjagden und Jagdmethoden im Januar" einigt sich die Forstbezirksleitung mit dem Vorstand der Hegegemeinschaft auf folgende verbindliche Punkte, welche für alle Mitglieder der Hegegemeinschaft gelten sollen:

 

  • Bewegungsjagden im Januar führen aufgrund der Winterruhe von Rot- und Rehwild zu vermehrten Schäl- und Verbißschäden, können also den forstwirtschaftlichen Zielen u.U. konträr entgegenstehen.

  

 

 

 

 

Um den Energieverbrauch insbesondere des Rotwildes durch punktuelle kleine Bewegungsjagden bei entsprechender Witterungslage nicht exorbitant zu steigern, legen FoBLeitung und HG folgende Positionen hierzu verbindlich fest:

 

 

 

a)kleine Bewegungsjagden im Januar werden eine maximale Bejagungs- und Bewegungsfläche von 50 ha nicht überschreiten 

b)an kleinen Bewegungsjagden im Januar nehmen maximal 10 Schützen und 10 Treiber teil. 

c)auf stöbernde Jagdhunde wird auf Bewegungsjagden im Januar GRUNDSÄTZLICH verzichtet

d)bei überfrorener Schneedecke (Harsch) und Schneehöhen >20cm bei Naßschnee bzw. >30cm bei trockenem Pulverschnee wird auf Bewegungsjagden gänzlich verzichtet (Tierschutz)


Für störungsarme Bejagung im Januar werden für die Ansitzjagd im Januar folgende Punkte festgelegt:

  • grundsätzlich ist der Gruppenansitz der Bewegungsjagd vorzuziehen

a)Gruppenansitze statt täglicher Einzelansitze mit pausenloser Unruhe im Gebiet

b)kein "überschlagender Einsatz" im Rotwildgebiet

c)auch die GJB/EJB sollen Äsungsflächen an Waldrandzonen festlegen, auf denen im Januar die Jagd ruht (auch Schwarzwild) um dem Rotwild ungestörtes Äsen zu ermöglichen und die Schäden innerhalb des Waldes zu reduzieren

d)nach dem Schuss auf Wild aus einem Rudel Ruhe bewahren, sitzen bleiben, bis das Rudel (meist ruhig) abgezogen ist. Dann die Bergung störungsarm vornehmen und an anderem Ort möglichst abseits der Rotwildgebiete aufbrechen.

e)Ausnahmeanträge bzw.-genehmigungen vom Nachtjagdverbot sollen ausschließlich in Abstimmung mit dem Vorstand der HG und nur bei tatsächlich vorliegenden land- oder forstwirtschaftlichen Schäden, die der Grundeigentümer oder Bewirtschafter schriftlich dokumentiert moniert, erfolgen.

7) mittelfristig soll ein besitzübergreifendes und naturraumdifferenziertes gemeinsames Konzept mit Regelungen zu Jagdstrategien und Lebensraumentwicklung entworfen werden, das dann für alle Mitglieder der Hegegemeinschaft gleichermaßen verbindlich ist.

Forstbezirksleitung und Vorstand HG werden gemeinsam nach Abschluss der Jagdzeit auswerten, wie sich diese "Bejagungsregeln" ausgewirkt haben bzw. wie diese umgesetzt wurden.

Die Forstbezirksleitung wird den Vorstand der HG über die angesetzten und durchgeführten kleinen Bewegungsjagden im Januar und deren Jagdstrecke im Februar 2016 informieren. 

Bärenfels, 10.09.2015

Norman Moucha –Vorsitzender-                           Dr. Sven Irrgang –kommiss.FoBL-

Carsten Geißler –Abschusskoordinator-              

 

Weiterhin anwesend:

Beke Müller, FoB Bärenfels 

 

Erörterung Winterjagdrichtlinien Vorstand am 27.07.2015

Am 27.07.2015 fand im Forstbezirk in Spechtshausen eine weiterführende Besprechung zum Thema der Winterjagd auf Rotwild statt.

Folgende Positionen kristallisierten sich heraus, und werden im Vorstand weiter erörtert, beraten und für eine abschließende Beratung am 08.09.15 vorbereitet:

-Gliederung des Gebietes der HG in höhere und mittlere Lagen, danach Festlegung, wie mit der Jagddurchführung ab 15.12.d.J. differenziert umgegangen werden soll.

-Festlegung von möglichen Drückjagden nach dem 15.12. nach Territorien (Höhenlage), mit/ohne Hunde, Anzahl von Schützen und Größe der Fläche

-Festlegung weiterer Kriterien wie Schneehöhen, oder Harschdecke, bei denen keine Drückjagden stattfinden dürfen

Wir alle wissen, dass das Rotwild eine "Winterruhe" hat, dass sein Stoffwechsel- und Kreislaufsystem sich verlangsamt in einen "Sparmodus". Dieser wird nicht durch Schneehöhen, sondern in erster Linie durch den Tages-/Lichtrhythmus bestimmt.

Wird das Rotwild im diesem Modus durch Stöberhunde gehetzt, ver-6-facht sich sein Energiebedarf. Dieser wird unweigerlich durch Schäle und Verbiß gedeckt, zumal in Einstandsnähe keine ausreichenden Wald-Wildwiesen zur Verfügung stehen.

Somit produziert der Forstbezirk unter Umständen seine Schäden selber, wird aber nicht müde, weitere Reduzierungsabschüsse einzufordern.

Autor: Carsten Geißler

Besprechung Vorstand HG / Forstbezirk

Am 06.07.2015 fand im Forstbezirk in Bärenfels eine Besprechung der untenstehenden Konfliktsituation statt, an welchem stellvertretend für Herrn Wolfram Gläser (erkrankt) Herr Dr. Irrgang teilnahm. Ebenso waren Herr Gutzer (Jagdreferent im SMUL), Herr Marschner (Obere Jagdbehörde) und Herr Richter (Landesjagdverband) eingeladen und erschienen, vom Vorstand der HG Herr Eckhardt Heinze, Norman Moucha, Kurt Reichel und Carsten Geißler. Weitere Beteiligte aus dem Forstbezirk waren zugegen.

In sachlicher Atmosphäre wurden die Probleme und Positionen dargelegt, und kurz gefasst folgende Ergebnisse erzielt:

1.)der Forstbezirk wünscht statt einer Auflage für seine Abschussplanerhöhung die Erstellung von "Regeln für die Bejagung von Rotwild ab  15.12. jeden Jahres", welchen sich ALLE Mitglieder der Hegegemeinschaft zu unterstellen haben - einschließlich Forstbezirk.

Zur Erstellung dieser Regeln wird ein Treffen des Vorstands der Hegegemeinschaft am 27.07.2015 um 17.30Uhr im Forstbezirk in Bärenfels vereinbart.

2.)wir halten fest, dass der Forstbezirk seinen Abschussplan nicht "erzwingen" wird, was bedeutet, dass auch bei einem schlechten Erfüllungsstand seiner Abschussplanung der FoB die unter 1.) gesetzten Regeln einhalten wird. Die ursprünglich festgelegte Höhe des Abschussplanes soll insgesamt eingehalten  werden --> der FoB ist bereit, wenn in den GJB/EJB entsprechende Strecken gebracht werden, sein neues Kontingent nicht auszuschöpfen.

3.)nächstes Nahziel der Vorstandsarbeit Hegegemeinschaft ist die Erstellung eines Lebensraumkonzeptes und Rotwildmanagementplans, welches neben die bis 2016 vollzogenen Reduktionsabschüsse lebensraum- und äsungsverbessernde Massnahmen stellt. Diese Erstellung sollte im Herbst/Frühwinter 2015 weitgehend abgeschlossen sein. Die Zuständigkeit für ein Lebensraumkonzept liegt bei der Hegegemeinschaft.

 

Zeitgleich weist die Vorstandsmehrheit jedoch darauf hin, dass für die Hegegemeinschaft ein Rotwildbestand von 1 - 2 Stück / 100 ha "Wald" kein Populationsziel ist.

Wenn wir von 2 Stück / 100 ha "Wirkungsbereich der Hegegemeinschaft" sprechen (Lebensraum), dann ist das dem laufenden Abschussplan entsprechend, und wird von EJB/GJB/FoB getragen.

Diese Populationsdichte müsste rein mathematisch am 31.03.20167 (bei Erreichen von 80% des Abschussplans) erreicht sein, hernach ist ein bestandserhaltender Abschuss anzusteben.

Weitere Maßnahmen zur Minderung von Schäl-und Verbißschäden müssen flankierend über das Lebensraumkonzept eingeleitet werden.

Nächster Termin: 27.07.2015 17:30Uhr FoB Bärenfels.

 

Autor: Carsten Geißler

 

Vertrauensbruch HG / Forstbezirk 01.06.2015

Dresden, 12.06.2015

Wie dem Vorstand mitgeteilt wurde, hat der Forstbezirk Bärenfels am 01.06.2015 seinen "Antrag Abschussplanerhöhung Rotwild" gestellt.

Dort wird geschrieben, "mit der Hegegemeinschaft Osterzgebirge" sei "das Benehmen hergestellt" worden.

Im selben Schreiben wird "dessen Erhöhung ohne weitere Auflagen (zusätzliche Bedingungen" beantragt.

Dieser Antrag -gestellt bei der Oberen Jagdbehörde Ref. 41 in Pirna- stellt die Diskussion und den Beschluss der Versammlung unserer HG vom 08.Mai 2015 (siehe unten) im Lindenhof auf den Kopf.

Bedingung für das Benehmen, welches in unserer HG bislang stets ein EINVERNEHMLICHES Benehmen war, ist eindeutig, dass im Januar 2016 keine Drückjagden im Forstbezirk durchgeführt werden, da dies wildbiologisch nicht vertretbar ist.

Das Rotwild hat "Winterruhe", einen Energiesparmodus, und benötigt in der Folge von Bewegungsjagden daraufhin die 6-fache Energiezufuhr. Land- und forstwirtschaftliche Schäden sind durch Bewegungsjagden in dieser Phase vorprogrammiert!

Durch diesen Antrag wird nicht nur der Vertreter des Forstbezirkes in der Obleuteberatung "im Regen stehen gelassen", sondern wir Jäger, Jagdpächter wie Eigenjagdbesitzer werden offenbar von der Forstbezirksleitung nicht ernst genommen; dies zeigt sich daran, dass unser Mitglied Forstbezirk Bärenfels seinen Antrag explizit abweichend von der Beschlussfassung der Obleuteversammlung stellt.

Hier sieht man deutlich, was das Gesetz und seine Verordnungen mit ihrer Unverbindlichkeit ("Benehmen herstellen") wert sind; eine Kritik, die von den HGs schon seit Gesetzentwurf geübt wurde.

Inwiefern die HG letztlich Einfluß hat, wird man im Bescheid der Oberen Jagdbehörde als Bewilligungsinstanz, angesiedelt beim Staatsbetrieb Sachsenforst, sehen.

Die Herstellung des einvernehmlichen Benehmens mit der regionalen HG ist somit hinfällig.

Autor: Carsten Geißler