Hegegemeinschaft Osterzgebirge

Wildbewirtschaftung und Gruppenabschußplan

Die Hegegemeinschaft soll die Populationen des Rotwildes (als Leitwildart), des Muffelwildes und des Damwildes geordnet bewirtschaften helfen. Der Wirkungsbereich ersteckt sich über den Lebensraum des Rotwildes im Osterzgebirge; im Wirkungsbereich sind die meisten Reviere Mitglied der Hegegemeinschaft.

Die HG entwickelt für alle Reviere im Wirkungsbereich eine populationsübergreifende Bewirtschaftung, so zum Beispiel Abschußzahlen für 3 Jagdjahre (Plan), in die ALLE Reviere des Wirkungsbereiches mit einfliessen, ob Mitglied oder Nichtmitglied.

Nur so ist wildökologisch sichergestellt, dass sowohl ein ausreichender Abschuss z.B. in waldbaulicher Hinsicht, als auch eine Sicherstellung der Population nach Wildart und deren Befindlichkeiten gesichert ist.

Rotwild-Strecke 3 JJ 2013 bis 2016 ges.Wirkungsbereich der HG:

Hirsche

    Kälber M              AK 1 M               AK 2 M                AK 3 M                AK 4 M          M ges.

 

% Zahlen sind SOLL (unten)  und IST (Mitte) der Schalenwildverordnung

Tiere

    Kälber W               AK 1 W                 AK 2 W             W ges.

 

% Zahlen sind SOLL (unten) und IST (Mitte) der Schalenwildverordnung

 

Die Gesamtbewirtschaftung gliedert sich also in

  1. Gruppenabschussplan des Forstbezirkes Bärenfels
  2. Gruppenabschussplan der Hegegemeinschaft aus Eigenjagd und Pacht
  3. Einzelabschusspläne von Mitgliedern der HG, die nicht dem Gruppenabschussplan beigetreten sind
  4. Einzelabschusspläne von Nichtmitgliedern der HG, deren Jagdrevier aber im Wirkungsbereich der HG liegt.

  

Durch die Mitgliedschaft in der Hegegemeinschaft und den Beitritt zum Gruppenabschussplan  (beides ist freiwillig und basiert auf Einsicht ) fällt für das einzelne Revier weniger Bürokratie an, und die Verwaltungskosten werden gering gehalten.

Der Gruppenabschussplan bietet den Vorteil, dass das Wild (Rotwild, Muffelwild, Damwild) im Rahmen der Populationsbewirtschaftung dort gestreckt werden kann, wo es sich zeitlich und räumlich aufhält.

Er wird für jeweils 3 Jahre vom Gruppenabschusskoordinator erstellt, bei der Unteren Jagdbehörde beantragt und in den 3 Durchführungsjahren überwacht. Hierdurch kann lenkend eingegriffen werden, da die Populationen nach Alter und Geschlecht in bestimmten Quoten bejagt werden sollen.

Weder soll eine Population in eine nicht lebensfähige Größenordnung dezimiert werden -es muß eine wildartgerechte Bejagung erfolgen-, noch darf die Wilddichte so sein, dass Verbiss- und Schälschäden in der Forstwirtschaft oder Schäden in der Landwirtschaft über ein tolerierbares Mass hinausgehen.

Diese Ziele zu erreichen dient unter anderem der Gruppenabschußplan.

Verantwortlich für den Gruppenabschussplan und die Abschussplan-Koordination in der Hegegemeinschaft Osterzgebirge ist Carsten Geißler, der Fragen hierzu gern unter kontakt@jagd-osterzgebirge.de beantwortet.

Im von der Unteren Jagdbehörde bewilligten 3-Jahres-Plan der 22 Reviere des Gruppenabschussplanes sind geplant:

ROTWILD(Plan):               393 Stück (erlegt per 31.01.2017:  39 männlich, 34 weiblich)

MUFFELWILD(Plan):          170 Stück  (erlegt per 31.01.2017: 26 männlich, 18 weiblich)

DAMWILD(Plan):                15 Stück   (erlegt per 31.12.2016: 1 männlich, 1 weiblich)

 

Im 3-Jahres-Plan des Forstbezirkes Bärenfels sind geplant:

550 Stück Rotwild (erlegt per 31.01.2017: 77 männlich, 55 weiblich)

und 80 Stück Muffelwild (erlegt per 31.01.2017: 1 Stück männlich, 7 Stück weiblich).

 

Wir müssen wiederholt an die VERNUNFT und Rücksichtnahme durch die Freizeitnutzer appellieren!

Lasst dem Rotwild nach Einbruch der Dämmerung auf den Äsungsflächen seine Ruhe!

Es wird sonst direkt in die Waldrandbereiche verdrängt und richtet in den forstlichen Kulturen Schäden an.

Die Jäger dürfen das Rotwild nach neuer Rechtslage in Sachsen nicht mehr in der Nacht bejagen (Ausnahmen auf Antrag).

Das ist zwar fachlich richtig, die Voraussetzungen durch Ausweisung von Wildruhezonen, Besucherlenkung oder Aufklärung der Menschen, die sich in der Natur bewegen, sind dafür leider bislang nicht ausreichend. Vielleicht kann unsere Homepage ja dazu beitragen!

Die Dämmerung und Dunkelheit sollte den Wildtieren vorbehalten sein - vor allem abseits der Wege und im Winter!

Stört bitte nicht die "Lebensgemeinschaft WALD"!

JAGD IST ANGEWANDTER NATURSCHUTZ! Bitte helfen Sie uns dabei!

 

 Foto: Wolfram Gläser