Hegegemeinschaft Osterzgebirge

 

Landratsamt beschwert sich

über Fehlentsorgungen:

"Sehr geehrte Jägerschaft, zum wiederholten Male sind Schlachtabfälle von nicht Wildschweinen in den roten Kadaversammeltonnen durch die TBA vorgefunden worden. Das hat zur Folge, dass dem Landratsamt als Auftraggeber der Abholung die gesamte Entsorgung dieser Tonnen für diese Abholung in Rechnung gestellt wird. In der Vergangenheit haben wir uns immer sehr um eine gute Zusammenarbeit auf der Basis von Vertrauen bemüht und die Nöte der Jägerschaft, die durch die neue Situation entstand, ernst genommen. Unser Handlungsansatz war immer (und soll es auch für die Zukunft bleiben) gegenseitiges Verständnis, Respekt und Vertrauen. Sollten die Fehlentsorgungen fortbestehen, so sehen wir uns leider gezwungen, die Regelung der freien Zugänigkeit stark einzukürzen. Bitte helfen Sie uns, dies zu vermeiden."

 

Bitte nutzt die roten Tonne ausschließlich für Schwarte, Aufbruch oder Kadaver von SCHWARZWILD. Wir Jäger haben nur Nachteile davon, wenn das Landratsamt z.B. Zeiten einführt oder vergleichbare Maßnahmen ergreifen muß.

 

ASP rückt immer näher - Hinweise

Die HG Osterzgebirge weist darauf hin, dass in unserem Landkreis Sächsische Schweiz wie in ganz Sachsen folgendes gilt:

Im Freistaat Sachsen haben die Jagdausübungsberechtigten JEDES (!) verendet aufgefunden Wildschwein (Fall- und Unfallwild) sowie jedes krank erlegte Wildschwein unverzüglich unter Angabe des Fund- bzw. Erlegungsortes bei dem jeweils örtlich zustänigen LÜVA des Landkreises anzuzeigen.  (Quelle: Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die ASP der Landesdirektion vom 15.04.2020)

Telefonnumer des LÜVA:

03501 5152423 

Folgende Verfahrensweise wird für unseren Landkreis festgelegt:

A)gesund erlegtes Schwarzwild:

1.)Aufbruch in dichten Müllsack packen

2.)Blutproben rot und grau entnehmen, sowie Trichinenprobe

3.)Stück in Kühlzelle verbringen

4.)wie immer Trichinenprobe und WUS fertigen sowie

den Probenbegleitschein "G" (gesund erlegtes SW) ODER "FUW"(Fall-und Unfallwild) nach Wahl durch Ankreuzen ausfüllen und ausdrucken oder umgekehrt.

Der Link zum Formular:

 

Probenschein_WS_FUK_G_Druck_2022_01_11.pdf
Download

 
Der Antrag auf Aufwandsentschädigung ist hier jetzt integriert. Auf diesen muss der jeweils abziehbare Klebestrip vom Blutröhrchen aufgeklebt werden.

5.)Aufbruch in Kadavertonne entsorgen; Trichinenprobe und die beiden Blutröhrchen zum Bürgerbüro schaffen mit den Formularen.

 

B)krank erlegtes oder tot gefundes Schwarzwild:


1.) Die Anzeige des Fundes aller Fall-, Unfallwild und krank erlegten Wildschweine ist unter Angabe des Fund- bzw. Erlegungsortes telefonisch 03501 515- 2423 oder per Mail:  lueva@landratsamt-pirna.de zu melden.
2.) Alle unter 1.) genannten Wildschweine sind auf ASP mittels Blutproben (grau und rot) oder mit einem Bluttupfer zu beproben.
3.) Der Kadaver ist in einer der installierten Kadaversammelstellen im Landkreis zu entsorgen.
Die Entsorgung zur Tierkörperbeseitigungsanlage Lenz erfolgt dann auf Kosten
des Freistaates Sachsen und des Landkreises.
4.) Den zu verwendenden neuen Probenbegleitschein mit integriertem Auszahlungsantrag finden Sie hier:

Probenschein_WS_FUK_G_Druck_2022_01_11.pdf
Download


5.) Das Material zur Beprobung erhalten Sie vom Landratsamt. Sollten Sie Unterstützung bei der Bergung benötigen, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.
 

Die Kadaversammelstellen sind durch Vorhängeschloss/Schlüsseltresor mit Zahlencode gesichert.
Sie erhalten den jeweiligen Code unter der Telefonnummer 03501– 515-2423. Diese Telefonnummer ist täglich 24 Stunden erreichbar.

partitiell Quelle:Verfahrensweise zur Anzeige, Beprobung und Entsorgung von Fall-, Unfallwild und krank erlegten Wildschweinen (FUK) im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge von April 2020

 

 Autor: C. Geißler

 

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Neue Filme zum Wald-/Wild-Konflikt

oder: "Darf man das Wild im Winter einfach verhungern lassen?"

Sehen Sie hierzu die beiden Folgen

Unser Wild -Verhungert und zum Abschuss freigegeben?

 

und

Unser Wald - wer ist sein Feind, Tier oder Mensch?

Hintergrund dieser Filmbeiträge:

 

Österreichs Wild – Verhungert und zum Abschuss freigegeben?

 

  • Andreas Kinser
  • Allgemein, Wald-Wild

Die Österreichischen Bundesforste sind eine Aktiengesellschaft, ihr Alleinaktionär ist die Republik Österreich. Mit der Betreuung und Bewirtschaftung von 10 % der Staatsfläche ist die ÖBf größter Forstbetrieb und größter Jagdflächeninhaber in Österreichs. Trotz Jahrhundertwinter haben die staatlichen Forstbetriebe als Grundbesitzer und Jagdverpächter die Reh- und Rotwildfütterung teilweise untersagt oder eingestellt. Dadurch verhungere das Wild qualvoll, kritisieren die Jäger. Die Bundesforste widersprechen, der Waldbestand sei durch die Zunahme an Verbissschäden in Gefahr. Der österreichische Privatfernsehsender Servus TV hat nun in zwei Dokumentationen und einer Talkshow den Konflikt rund um die
Rotwildfütterung in den Bergwäldern aufgegriffen. Der Sender begleitet u.a. einen ehemaligen Berufsjäger durch die tief verschneiten Wälder der Steiermark und gemeinsam entdecken sie einen verhungerten Hirsch, der für den Jäger das ganze Leid der Wildtiere symbolisiert. Ein „Whistleblower“, der jahrzehntelang Berufsjäger war, klagt die Bundesforste und Behörden an, denen es seines Erachtens nur um die Vermehrung des Geldes geht und die dem Wild den Kampf angesagt haben. Die Vertreter der Bundesforste wehren sich gegen diese Vorwürfe. Sie beklagen sich, dass das Wild den Wald durch Schälen und Verbeißen nachhaltig schädigt und damit rechtfertigen sie die Schließungen von
Rotwildfütterungen und die Aufhebung von Schonzeiten.

Der erste Teil der Reportage zeigt das Leid und das Elend des Rot- und Rehwildes im Winter auf und welche Folgen eine Gewinnmaximierung des Waldes haben kann.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung

 

Versammlung der Hegegemeinschaft        am 25.10.18

Zur nächsten Versammlung der Hegegemeinschaft am 25.10.2018 um 19 Uhr lädt der Vorsitzende alle Mitglieder sowie die Jagdgenossenschaftsvorstände und Eigenjagdbesitzer im Wirkungsbereich der Hegegemeinschaft in den Lindenhof Ulberndorf ein.

Tagesordnung:

1.)Vorstellung Wildtiermanagement- und Bejagungskonzept des Forstbezirkes Bärenfels

1a.)Vorstellung Projekt Geisingberg

1b.)Erste Ergebnisse der Wildschadenserhebung 2018 und Kurzinformation                                Gemeinschaftsprojekt Rotwild durch Geschäftsleitung Staatsbetrieb Sachsenforst

2.)Schilder, Transparent-Planen, Pfosten und Spannseile - wer hat Bedarf durch Raps-/Waldrand-Konflikte im kommenden Winter und plant Jagdruhezonen und Besucherlenkung?

2a.)Einsatz Wärmebildtrechnik im Forstbezirk - was?wann?wozu?

3.)Stand Gruppenabschußplan und Gesamtabschußplan Rot- und Muffelwild, Streckenentwicklung langjährig

4.)Sanktionen Gruppenabschußplan bei Fehlabschüssen Rotwild männlich / Vertragsverletzungen, Beschluß

5.)kommende Planungsperiode Rot- und Muffelwild 2019/20 - 2012/22

6.)Diskussion, verschiedenes

Der Vorstand bittet um zahlreiches Erscheinen. Die GAP-Reviere sollten dringend vertreten sein.

 

 

HG-Vorstand berät am 27.02.2018 in Bärenfels

Der Vorstand der Hegegemeinschaft, wiederum angereichert durch Dr. Irrgang und Herrn Hommel, wurde von Herrn Thomae und Herrn Polaczek von der Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst über den weiteren Verlauf des SBS/TU-Dresden - Rotwildprojektes informiert.

Ein Schwerpunkte dabei war, dass der SBS mit der TU anstrebt, eine wildökologische Raumplanung analog Prof. Reimoser (Uni Wien) und dem Forstbetrieb Thüringen zu entwickeln.

Zwei Arreale im Wirkungsbereich der HG wären dann Rotwild-Verdrängungsgebiete (zusammen ca. 1.300 ha), in denen durch wildartunterschiedliche ganzjährige Bejagungsunruhe das Rotwild vergrämt werden soll, um ungeschützten Weißtannen-Waldbau zu ermöglichen. Hierzu fordert Vorstandsmitglied Carsten Geißler einen Korridor im Verdrängungsgebiet bei Reichenau,  um den Rotwild - Zug Richtung Weißeritztal bzw. Tharandter Wald weiterhin zuzulassen, da sonst eine genetische Verarmung stattfände.

Das "grüne" Gebiet zwischen Altenberg und Schmiedeberg wäre -da fichtendominiert- ein weniger druckvoll bejagtes Gebiet, und Ziel wäre es, auch die angrenzenden Pachtgebiete dazu zu bewegen, eine Bejagung nur im 2. Halbjahr, also 01. Juli bis 31. Dezember durchzuführen, um gerade dem Rotwild hohe Ruhepotentiale zuzugestehen. Hierzu müssten wir sicherlich Jagd- und Agrargenossenschaften mit in´s Boot holen, wenn das auch nur annähernd umgesetzt werden sollte.

Vorsitzender Norman Moucha und Vorstand Carsten Geißler schlagen vor, über Fördermittel eine 2-Jahres-Stelle einzurichten, um ein wissenschaftlich gestützes Wildtiermanagementkonzept für den Wirkungsbereich unserer HG zu entwickeln, mit Eigentümern und Landnutzer abzustimmen, und wirkliche Lebensraumverbesserung zu erreichen - dies unter Einbeziehung des vorliegenden Jagd- und Wildtiermanagement-Konzeptes unseres Mitglieds Forstbezirk Bärenfels.

Bei dieser Förderstelle kommt von allen Stellen immer wieder der Verweis auf Mittel der Jagdabgabe. Unseres Erachtens ist dies jedoch eine gesamtgesellschaftliche, und somit steuerzufinanzierende Aufgabe. Von den Töpfen des Naturschutzes auf Landes- und Bundesebene sind wir als nicht-rechtsfähiger Verein jedoch ausgeschlossen - eine Rechtsform, die uns eben das SMUL vorgegeben hat.

Diese Aufgabe ist aber ehrenamtlich nicht zu erbringen. Wir arbeiten an der Umsetzung dieses Planes, benötigen hierfür aber die Unterstützung der Naturschutzbehörden von Landkreis, Land und Bund.

Autor: Carsten Geißler

HG - Vorstand berät am 09.01.2018 in Bärenfels

Der Vorstand der Hegegemeinschaft, angereichert durch Dr. Irrgang und Herrn Hommel, traf sich in Bärenfels zur ersten Sitzung im Jahr 2018.

Wir hatten den tschechischen Jagdfreund von Vorstand Heinz Günther, den Förster im Ruhestand Thomas Hanuschek zu Gast, der uns vieles über das Jagdsystem in Tschechien berichtete - vielen Dank dafür! Die Einblicke in die tschechischen Bedingungen und den Zustand der Rotwildpopulation dort gaben den meisten von uns zu denken.

Um die Population vernunftsbezogen zu betrachten, müssten wir die Zusammenarbeit mit dem tschechischen Part des Osterzgebirges deutlich verstärken.

Wie andere tschechische Jäger berichtete auch er über ein Geschlechterverhältnis von 1 : 7 (männlich zu weiblich), örtlich überhöhten Beständen, und mangelnden alten Hirschen.

Die Abschuss-Planerfüllung des GAP der HG (GJB+EJB) liegt nach fast 2 Jahren bei etwa 40% des Gesamtplans. Es scheint, als wäre deutlich weniger Rotwild bei uns, was sicherlich dem bislang fehlenden Winter anzulasten ist.

Zu einer Diskussion über ein Lebensraum- und Jagdkonzept kommt der Vorstand zu einer weiteren Arbeitssitzung am 27. Februar zusammen. Die Umsetzung eines solchen Konzeptes wird in ehrenamtlicher Tätigkeit vermutlich nicht machbar sein. Insofern wird der Schritt nach Erstellung eines Grundgerüstes die Beantragung von Fördermitteln zur Beauftragung personeller Ressourcen sein.

Autor: Carsten Geißler

 

Quelle: DJV

 

Sie lieben die Natur? Für Sie sind Wald und Wild eine Einheit?

 

Dann sind Sie richtig auf diesen Seiten!

Wir Jäger haben Freude an der Ausübung des Weidwerks! Schließlich ist damit nicht nur das Naturerlebnis verbunden, sondern auch Spannung während der Jagd und die Befriedigung danach, ein Wildtier sauber zu erlegen....Mit der Jagd wird eine uralte, traditionsreiche Beschäftigung des Menschen in zeitgerechter Form weitergeführt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Jagd in der heutigen Form keine Tierart auch nur annähernd in ihrer Existenz bedroht. Vielmehr wird durch die Jagd ein Teil der natürlichen Mortalität genutzt, und es wird nur der Zuwachs abgeschöpft. Ohne eine regelmäßige Bejagung würden die Schäden im Forst und in der Landwirtschaft sowie die Anzahl der Wildunfälle außerdem stark zunehmen.

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu verschiedenen Tier- und Jagdarten, zu Jagdhunden und zum Lernort Natur, sowie zum Naturschutz. Und natürlich kommen die Wildrezepte nicht zu kurz...

Viel Spaß auf den Seiten der Hegegemeinschaft Osterzgebirge!