Hegegemeinschaft Osterzgebirge

ASP rückt immer näher - Hinweise

Die HG Osterzgebirge weist darauf hin, dass auch in unserem Landkreis Sächsische Schweiz wie in ganz Sachsen folgendes gilt:

Im Freistaat Sachsen haben die Jagdausübungsberechtigten JEDES (!) verendet aufgefunden Wildschwein (Fall- und Unfallwild) sowie jedes krank erlegte Wildschwein unverzüglich unter Angabe des Fund- bzw. Erlegungsortes bei dem jeweils örtlich zustänigen LÜVA des Landkreises anzuzeigen.  (Quelle: Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die ASP der Landesdirektion vom 15.04.2020)

Telefonnumer des LÜVA:

03501 5152423

 

Folgende Verfahrensweise wird für unseren Landkreis festgelegt:
1.) Die Anzeige des Fundes aller Fall-, Unfallwild und krank erlegten Wildschweine ist unter
Angabe des Fund- bzw. Erlegungsortes telefonisch 03501 515- 2423 oder per Mail:
lueva@landratsamt-pirna.de zu melden.
2.) Alle unter 1.) genannten Wildschweine sind auf ASP mittels einer Blutprobe (EDTA Blutröhrchen
mit der roten Kappe) oder mit einem Bluttupfer zu beproben.
3.) Der Kadaver ist in einer der vier installierten Kadaversammelstellen im Landkreis zu entsorgen.
Die Entsorgung zur Tierkörperbeseitigungsanlage Lenz erfolgt dann auf Kosten
des Freistaates Sachsen und des Landkreises.
4.) Den zu verwendenden neuen Probenbegleitschein finden Sie im Anhang. Eine Auszahlung
der Aufwandsentschädigung von 30,00 € erfolgt nach Antragstellung durch den Einsender
mit anhängendem Antragsformular (bitte gemeinsam mit Probe einreichen).
5.) Das Material zur Beprobung erhalten Sie vom Landratsamt. Sollten Sie Unterstützung bei
der Bergung benötigen, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.
Die Kadaversammelstellen sind durch Vorhängeschloss/Schlüsseltresor mit Zahlencode gesichert.
Sie erhalten den jeweiligen Code unter der Telefonnummer 03501– 515-2423. Diese Telefonnummer ist täglich 24 Stunden erreichbar.

Quelle:Verfahrensweise zur Anzeige, Beprobung und Entsorgung von Fall-, Unfallwild und krank erlegten Wildschweinen (FUK) im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge von April 2020

 

 Autor: C. Geißler

 

Untere Naturschutzbehörde, Forstbezirk, Forstbehörde, Bergbaunachfolge, private Landeigentümer, Hegegemeinschaft, einheimische Jäger für ein gemeinsames Ziel - lesen Sie HIER mehr


Wolfsattacke auf Jagdhund: Staatsanwalt erkennt Notstand nicht an

DJV und JGHV sind entsetzt: Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will einen Jäger anklagen, weil er einen Wolf tötete, der unter Zeugen Jagdhunde angegriffen hat. Aufgrund drohender strafrechtlicher Risiken sollten Jäger keine Hunde mehr in Wolfsgebieten einsetzen. Die Verbände fordern Bund und Länder auf, Rechtssicherheit zu schaffen - Vorbild könnte Schweden sein.


 

 

 

„Der Gesetzgeber muss jetzt handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. (Quelle: Rolfes/DJV)
„Der Gesetzgeber muss jetzt handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. (Quelle: Rolfes/DJV)

 

 

 21. Januar 2020 (DJV) Berlin

Anfang 2019 hat ein Wolf bei einer Jagd mehrere Jagdhunde angegriffen und schwer verletzt. Ein Jäger hat zuerst in die Hände geklatscht und einen Warnschuss abgegeben. Er tötete den Wolf schließlich, da er nicht von den Hunden abließ. Zeugen haben den Vorgang bestätigt, ein Tierarzt die Bissverletzungen. Nach Angaben des Verteidigers Dr. Heiko Granzin ergibt sich anhand der Aktenlage eine eindeutige Notstandssituation. Der zuständige Staatsanwalt hat nun in einem Telefonat gegenüber dem Verteidiger mitgeteilt, dass der Jäger nach seiner Rechtsauffassung in keinem Fall hätte schießen dürfen - ungeachtet der Notstandslage. Nach Ansicht von Dr. Granzin ist dies „absurd“. Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will Anklage erheben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) sind entsetzt. Sollte sich diese Rechtsansicht durchsetzen, sollten Jäger wegen der strafrechtlichen Risiken künftig keine Jagdhunde mehr für Stöberjagden und Nachsuchen in Wolfsgebieten einsetzen. DJV und JGHV fordern Bund und Länder auf, die Rechtsunsicherheit umgehend zu beenden.

„Der Gesetzgeber muss jetzt handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Und weiter: Das Gesetz schreibe den Einsatz von gut ausgebildeten Jagdhunden vor. Es sei deshalb inakzeptabel, dass sie im Einsatz nicht geschützt werden könnten. „Auch andere Hundebesitzer werden durch das drohende Urteil kriminalisiert, wenn sie ihrem Hund bei einem Wolfsangriff helfen wollen“, ergänzte JGHV-Präsident Karl Walch. Als vorbildlich erachten DJV und JGHV die Rechtslage in Schweden: Dort könnten Jäger einen Wolf bereits töten, wenn er im Begriff ist, Hunde oder Nutztiere zu attackieren. Zuvor muss allerdings versucht werden, den Wolf durch Rufen und Warnschüsse zu vertreiben. Beides ist im Brandenburger Fall gegeben gewesen. 

Ohne qualifizierte Jagdhunde sind effektive Stöberjagden - insbesondere auf Wildschweine - und Nachsuchen nicht möglich. In Deutschland lebt in jedem fünften Haushalt ein Hund, insgesamt etwa 9,4 Millionen Tiere. An Jäger und andere Hundebesitzer appellieren beide Verbände: Bei vermeintlichen Wolfsattacken umgehend einen Tierarzt einschalten und eine DNA-Probe sichern lassen. Der Nachweis von Wolf-DNA ist nur wenige Stunden möglich. Die meisten Wunddesinfektionsmittel machen Proben unbrauchbar.

Die meisten Wolfsangriffe auf Hunde gibt es in Skandinavien von Oktober bis Dezember - zwischen 1995 und 2018 über 600. Laut Norwegian Institute for Nature Research endeten 400 davon für den Hund tödlich. Der DJV geht davon aus, dass auch in Deutschland die Zahl der Übergriffe auf Hunde zunehmen wird.

Quelle: DJV

Neue Filme zum Wald-/Wild-Konflikt

oder: "Darf man das Wild im Winter einfach verhungern lassen?"

Sehen Sie hierzu die beiden Folgen

Unser Wild -Verhungert und zum Abschuss freigegeben?

 

und

Unser Wald - wer ist sein Feind, Tier oder Mensch?

Hintergrund dieser Filmbeiträge:

 

Österreichs Wild – Verhungert und zum Abschuss freigegeben?

 

  • Andreas Kinser
  • Allgemein, Wald-Wild

Die Österreichischen Bundesforste sind eine Aktiengesellschaft, ihr Alleinaktionär ist die Republik Österreich. Mit der Betreuung und Bewirtschaftung von 10 % der Staatsfläche ist die ÖBf größter Forstbetrieb und größter Jagdflächeninhaber in Österreichs. Trotz Jahrhundertwinter haben die staatlichen Forstbetriebe als Grundbesitzer und Jagdverpächter die Reh- und Rotwildfütterung teilweise untersagt oder eingestellt. Dadurch verhungere das Wild qualvoll, kritisieren die Jäger. Die Bundesforste widersprechen, der Waldbestand sei durch die Zunahme an Verbissschäden in Gefahr. Der österreichische Privatfernsehsender Servus TV hat nun in zwei Dokumentationen und einer Talkshow den Konflikt rund um die
Rotwildfütterung in den Bergwäldern aufgegriffen. Der Sender begleitet u.a. einen ehemaligen Berufsjäger durch die tief verschneiten Wälder der Steiermark und gemeinsam entdecken sie einen verhungerten Hirsch, der für den Jäger das ganze Leid der Wildtiere symbolisiert. Ein „Whistleblower“, der jahrzehntelang Berufsjäger war, klagt die Bundesforste und Behörden an, denen es seines Erachtens nur um die Vermehrung des Geldes geht und die dem Wild den Kampf angesagt haben. Die Vertreter der Bundesforste wehren sich gegen diese Vorwürfe. Sie beklagen sich, dass das Wild den Wald durch Schälen und Verbeißen nachhaltig schädigt und damit rechtfertigen sie die Schließungen von
Rotwildfütterungen und die Aufhebung von Schonzeiten.

Der erste Teil der Reportage zeigt das Leid und das Elend des Rot- und Rehwildes im Winter auf und welche Folgen eine Gewinnmaximierung des Waldes haben kann.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung

 

Versammlung der Hegegemeinschaft        am 25.10.18

Zur nächsten Versammlung der Hegegemeinschaft am 25.10.2018 um 19 Uhr lädt der Vorsitzende alle Mitglieder sowie die Jagdgenossenschaftsvorstände und Eigenjagdbesitzer im Wirkungsbereich der Hegegemeinschaft in den Lindenhof Ulberndorf ein.

Tagesordnung:

1.)Vorstellung Wildtiermanagement- und Bejagungskonzept des Forstbezirkes Bärenfels

1a.)Vorstellung Projekt Geisingberg

1b.)Erste Ergebnisse der Wildschadenserhebung 2018 und Kurzinformation                                Gemeinschaftsprojekt Rotwild durch Geschäftsleitung Staatsbetrieb Sachsenforst

2.)Schilder, Transparent-Planen, Pfosten und Spannseile - wer hat Bedarf durch Raps-/Waldrand-Konflikte im kommenden Winter und plant Jagdruhezonen und Besucherlenkung?

2a.)Einsatz Wärmebildtrechnik im Forstbezirk - was?wann?wozu?

3.)Stand Gruppenabschußplan und Gesamtabschußplan Rot- und Muffelwild, Streckenentwicklung langjährig

4.)Sanktionen Gruppenabschußplan bei Fehlabschüssen Rotwild männlich / Vertragsverletzungen, Beschluß

5.)kommende Planungsperiode Rot- und Muffelwild 2019/20 - 2012/22

6.)Diskussion, verschiedenes

Der Vorstand bittet um zahlreiches Erscheinen. Die GAP-Reviere sollten dringend vertreten sein.

 

 

HG-Vorstand berät am 27.02.2018 in Bärenfels

Der Vorstand der Hegegemeinschaft, wiederum angereichert durch Dr. Irrgang und Herrn Hommel, wurde von Herrn Thomae und Herrn Polaczek von der Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst über den weiteren Verlauf des SBS/TU-Dresden - Rotwildprojektes informiert.

Ein Schwerpunkte dabei war, dass der SBS mit der TU anstrebt, eine wildökologische Raumplanung analog Prof. Reimoser (Uni Wien) und dem Forstbetrieb Thüringen zu entwickeln.

Zwei Arreale im Wirkungsbereich der HG wären dann Rotwild-Verdrängungsgebiete (zusammen ca. 1.300 ha), in denen durch wildartunterschiedliche ganzjährige Bejagungsunruhe das Rotwild vergrämt werden soll, um ungeschützten Weißtannen-Waldbau zu ermöglichen. Hierzu fordert Vorstandsmitglied Carsten Geißler einen Korridor im Verdrängungsgebiet bei Reichenau,  um den Rotwild - Zug Richtung Weißeritztal bzw. Tharandter Wald weiterhin zuzulassen, da sonst eine genetische Verarmung stattfände.

Das "grüne" Gebiet zwischen Altenberg und Schmiedeberg wäre -da fichtendominiert- ein weniger druckvoll bejagtes Gebiet, und Ziel wäre es, auch die angrenzenden Pachtgebiete dazu zu bewegen, eine Bejagung nur im 2. Halbjahr, also 01. Juli bis 31. Dezember durchzuführen, um gerade dem Rotwild hohe Ruhepotentiale zuzugestehen. Hierzu müssten wir sicherlich Jagd- und Agrargenossenschaften mit in´s Boot holen, wenn das auch nur annähernd umgesetzt werden sollte.

Vorsitzender Norman Moucha und Vorstand Carsten Geißler schlagen vor, über Fördermittel eine 2-Jahres-Stelle einzurichten, um ein wissenschaftlich gestützes Wildtiermanagementkonzept für den Wirkungsbereich unserer HG zu entwickeln, mit Eigentümern und Landnutzer abzustimmen, und wirkliche Lebensraumverbesserung zu erreichen - dies unter Einbeziehung des vorliegenden Jagd- und Wildtiermanagement-Konzeptes unseres Mitglieds Forstbezirk Bärenfels.

Bei dieser Förderstelle kommt von allen Stellen immer wieder der Verweis auf Mittel der Jagdabgabe. Unseres Erachtens ist dies jedoch eine gesamtgesellschaftliche, und somit steuerzufinanzierende Aufgabe. Von den Töpfen des Naturschutzes auf Landes- und Bundesebene sind wir als nicht-rechtsfähiger Verein jedoch ausgeschlossen - eine Rechtsform, die uns eben das SMUL vorgegeben hat.

Diese Aufgabe ist aber ehrenamtlich nicht zu erbringen. Wir arbeiten an der Umsetzung dieses Planes, benötigen hierfür aber die Unterstützung der Naturschutzbehörden von Landkreis, Land und Bund.

Autor: Carsten Geißler

HG - Vorstand berät am 09.01.2018 in Bärenfels

Der Vorstand der Hegegemeinschaft, angereichert durch Dr. Irrgang und Herrn Hommel, traf sich in Bärenfels zur ersten Sitzung im Jahr 2018.

Wir hatten den tschechischen Jagdfreund von Vorstand Heinz Günther, den Förster im Ruhestand Thomas Hanuschek zu Gast, der uns vieles über das Jagdsystem in Tschechien berichtete - vielen Dank dafür! Die Einblicke in die tschechischen Bedingungen und den Zustand der Rotwildpopulation dort gaben den meisten von uns zu denken.

Um die Population vernunftsbezogen zu betrachten, müssten wir die Zusammenarbeit mit dem tschechischen Part des Osterzgebirges deutlich verstärken.

Wie andere tschechische Jäger berichtete auch er über ein Geschlechterverhältnis von 1 : 7 (männlich zu weiblich), örtlich überhöhten Beständen, und mangelnden alten Hirschen.

Die Abschuss-Planerfüllung des GAP der HG (GJB+EJB) liegt nach fast 2 Jahren bei etwa 40% des Gesamtplans. Es scheint, als wäre deutlich weniger Rotwild bei uns, was sicherlich dem bislang fehlenden Winter anzulasten ist.

Zu einer Diskussion über ein Lebensraum- und Jagdkonzept kommt der Vorstand zu einer weiteren Arbeitssitzung am 27. Februar zusammen. Die Umsetzung eines solchen Konzeptes wird in ehrenamtlicher Tätigkeit vermutlich nicht machbar sein. Insofern wird der Schritt nach Erstellung eines Grundgerüstes die Beantragung von Fördermitteln zur Beauftragung personeller Ressourcen sein.

Autor: Carsten Geißler

Staatsministerium für Soziales und Gesundheit übernimmt Trichinen-Gebühren

Laut Verwaltungsvorschrift vom 15. Dezember 2017 übernimmt das sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesundheit ab 01.01.2018 bis zum 31.12.2019 die Kosten für die Trichinenschau von Schwarzwild.Wie Vorstandmitglied Carsten Geißler beim Landratsamt erkundete, bleibt es bei den Ohrmarken und Wild-Ursprungsscheinen wie seit Jahren gehabt, das Landratsamt wird lediglich die Berechnung an das Ministerium vornehmen, statt an den einreichenden Jäger. Ob zu Dokumentationszwecken die Jäger noch eine NULL-EURO-Rechnung erhalten, ist noch unklar. Es wird weiterhin per email die Freigabebescheinigung versendet - alles wie bisher.Das SMS verspricht sich dadurch den auch wildbiologisch richtigen, aber im Zuge der Vorbeugung gegen ASP erforderlichen Reduktionsabschuss über verschärften Frischlingsabschuss zu verstärken.

Autor: Carsten Geißler

 

Statuskolloqium zum "Rotwildforschungsprojekt" Sachsenforst/TU Dresden
Am 23.September hatte der Staatsbetrieb Sachsenforst zum Statuskolloqium Zwischenbericht Rotwildforschungsprojekt mit der TU Dresden Abt. Forstzoologie eingeladen.

Aus unserer Hegegemeinschaft waren der Vorsitzende Norman Moucha, die Vorstandmitglieder Wolfram Gläser, Kurt Reichel und Carsten Geißler sowie unser Mitglied Lothar Göbel ebenso dabei wie Forstbezirksleiter Dr. Sven Irrgang und Revierleiter Thomas Funke.Neben interessanten Sachvorträgen gab es durchaus kontroverse Diskussionen zu einzelnen Punkten, die große Frage nach verlässlichen Rotwild-Bestandszahlen liessen Sachsenforst und TU Dresden jedoch offen. 

Es liegen bislang nur die unzuverlässigen Ergebnisse des Distance Sampling, also der Befahrung von Transekten bei Nacht mit Nachsichtkameras vor, die mit vermeintlich allgemeingültigen Faktoren später hochgerechnet werden.

Mehrere Wortmeldungen wiesen genau auf diesen Fehler hin, da häufig Äsungsflächen wie Polterplätze oder kleine Waldwiesen eben in der Nähe der Wege sind, wo sich das rudelbildende Rotwild dann aufhält, man aber möglicherweise auch keinen Faktor größer als 1 angesetzen kann, um Rückschlüsse auf die Population zu ziehen.

Hierzu sind im FoB-Untersuchungsgebiet von ca. 6.000 ha etwa 1.600 Losungsproben gesammelt worden, um eine Kotgenotypisierung zu machen, woraus man die Zahl männlich / weiblich berechnen kann, und die Zahl unterschiedlicher Individuen, leider jedoch keinen Altersklassenschlüssel.

Ebenso sind etwa 250.000 Fotofallen-Fotos auszuwerten, was noch lange nicht abgeschlossen ist.

Somit hat man erst mal in diesem Stadium des Projektes noch keine Populationsgrößen oder -strukturzahlen auf die man sich bei allen weiteren Planungen z.B. in der Hegegemeinschaft Osterzgebirge stützen könnte - diese bleiben abzuwarten!

25.09.2017 C. Geißler


Quelle: DJV

Beratung zur Evaluierung von Hegegemeinschaften in Sachsen - Studie von Dr. Denie Gerold und Dr. Friedhart Werthschütz am 07.06.2017 in Pillnitz auf Einladung der Oberen Jagdbehörde

 

Am 07. Juni 2016 waren neben weiteren der Vorstandsvorsitzende der HG Beerwalde Peter Schlottke und der stellvertretende Vorsitzende der HG Osterzgebirge Carsten Geißler zu einer gemeinsamen Beratung der Oberen Jagdbehörde mit weiteren Hegegemeinschaftsleitern, LJV-Präsident und beiden Stellvertretern, ÖJV-Vorsitzendem und Oberster Jagdbehörde nach Pillnitz eingeladen.

Abschlußbericht Evaluation Hegegemeinschaften
Evaluation der Hegegemeinschaften in Sachsen, Statusfeststellungen, Probleme, Folgerungen
Abschlussbericht-Guta_HeGe-mit_Anlagen.pdf (32.06MB)

Dort stellten Dr. Denie Gerold und Dr. Friedhart Werthschütz ihre Studie, finanziert aus Mitteln der Jagdabgabe, vor, die die Hegegemeinschaften insgesamt in Sachsen erfassen sollte, deren Status, Tun und Handeln darstellt, und die Probleme vor Ort und Kommentar zu jagdlichen und fachlichen Problemstellungen einmal komplex hinterfragen sollte.

Unter anderem waren die Ergebnisse der Studie, in der von offenbar 37 existierenden Hegegemeinschaften in Sachsen sich 32 die Mühe machten, den vielseitigen Fragebogen auszufüllen, folgende:

  • die rechtliche Situation und Stellung der Hegegemeinschaften ist deutlich zu schwach
  • Befugnisse/Empfehlungen von HGs müssen für alle Reviere im Wirkungsbereich verbindlich sein.
  • Verordnungen und Erlässe müssen eine "resultierenden" verpflichtende Mitgliedschaft schaffen.
  • die finanzielle Absicherung von Hegegemeinschaften als "Kinder des Gesetzgebers" ist unzureichend.
  • Abschussmeldungen zum 10.04. sind abzulehnen, Abschussmeldungen müssen monatlich an UJB/HG erfolgen.
  • Empfehlungen der HG im Jagdbeirat der Landkreise müssen verbindlich sein.
  • es wird eine Förderung auch dieses Ehrenamts gefordert (Zeitansatz!!!)
  • Bewegungsjagden im Januar sind per Verordnung auszuschließen

Die Veranstalter, die Obere Jagdbehörde, vertreten durch Frau Müller und Herrn Birka, sowie die Oberste Jagdbehörde, vertreten durch Herrn Gutzer, verkündeten nach Darstellung der Ergebnisse durch Dr. Gerold gleich unisono, aber jeder für sich, dass man über die rechtliche Stellung hier nicht diskutieren brauche, da diese Institutionen daran sowieso nicht ändern könnten.

Fragt sich nur, welches Podium die Hegegemeinschaften denn alternativ haben, um die schwache Situation und resultierende Probleme Richtung Staatsministerium zu verdeutlichen?!

Manche(r) Jäger und Interessierte war vielleicht zum damaligen Rotwildsymposium in Radebeul, Carsten Geißler von der HG Osterzgebirge war vor 3 Jahren noch zu selbigem in Warnemünde.

Jeder, der dort den Vortragenden -meist Wissenschaftlern, oft aus verschiedenen europäischen Ländern- zuhört, musste zu der Erkenntnis kommen, dass es mit der Freiwilligkeit eben dann nicht getan ist, wenn es z.B. um Egoismen geht, die mancher Zeitgenosse noch glaubt in "seinem" Jagdrevier ausleben zu können, oder eben auch um die Einordnung von großen Abschussplänen (klar, auch Bundes- und  Landesforstverwaltung) in eine gesamte Populationssteuerung.

An jeder dieser Stellen muss man gezwungen sein, zu diskutieren und Lösungen zu finden, aber das ist eben bei der hiesigen Freiwilligkeit nicht gegeben.

Dass die Sichtweise der HGs auf diesen Umstand unterschiedlich ist, hängt sicherlich mit den regionalen Besonderheiten zusammen. Aber wir sehen an den Forderungen der Evaluierung in Sachsen,  sowie am Beispiel Rheinland-Pfalz und einigen weiteren Bundesländern, dass dort, wo insbesondere eben Rotwild-Populationen und deren Lebensraum zu steuern sind, Rotwild-Hegegemeinschaften Pflicht sind bzw.hier werden sollten. Die Forderung liegt klar auf dem Tisch.

Es geht nicht nur um Abschußplanung, sondern um Lebensraumverbesserung, Ruhezonen, Jagdmethoden, Besucher- und Tourismuslenkung.

In unserer HG Osterzgebirge ist die Situation sicher günstig:

  • wir haben in den letzten Jahren 2 Lebensraumprojekte realisiert,
  • wir haben eine Homepage www.jagd-osterzgebirge.de,
  • wir haben zwei Gruppenabschußpläne (VJB und EJB/GJB - auch so eine Fehlkonstruktion!) die wir intensiv miteinander beraten, und woraus wir die Rot-, Muffel- und Damwildpopulation steuern,
  • wir haben eine 2013 erneuerte Satzung
  • sowie eine seit 2013 eine Beitragssatzung;
  • wir haben eine intensive und gute Zusammenarbeit mit der UJB

--->unsere HG Osterzgebirge funktioniert bei allen Hakeleien bezüglich der Abschusszahlen und der Jagdmethoden im Januar vorbildlich, das erkennt sogar die Obere Jagdbehörde an (Einwurf Herr Birka).

 

Aber: egal wie und was wir diskutieren, Stückzahl, Jagdmethode, Nachtjagd, Fütterungskonzept oder sonst etwas --  wir haben keine Durchschlagskraft von Mehrheitsbeschlüssen und keine Verbindlichkeit unserer Empfehlungen, wir sind in der Tat "zahnlose Tiger", niemand muss sich einordnen, jeder kann -wenn er will- gehen.

Und weder Untere noch Obere Jagdbehörde muss unsere Empfehlungen in Bescheide übernehmen.
 

Wenn dieses Grund-Übel nicht zuerst wenigstens erkannt und in das SMUL transportiert wird, wird zumindest der Autor, stellvertr. Vorsitzender Carsten Geißler, an diesen Beratungen nicht mehr teilnehmen.

Autor: Carsten Geißler

 

Sie lieben die Natur? Für Sie sind Wald und Wild eine Einheit?

 

Dann sind Sie richtig auf diesen Seiten!

Wir Jäger haben Freude an der Ausübung des Weidwerks! Schließlich ist damit nicht nur das Naturerlebnis verbunden, sondern auch Spannung während der Jagd und die Befriedigung danach, ein Wildtier sauber zu erlegen....Mit der Jagd wird eine uralte, traditionsreiche Beschäftigung des Menschen in zeitgerechter Form weitergeführt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Jagd in der heutigen Form keine Tierart auch nur annähernd in ihrer Existenz bedroht. Vielmehr wird durch die Jagd ein Teil der natürlichen Mortalität genutzt, und es wird nur der Zuwachs abgeschöpft. Ohne eine regelmäßige Bejagung würden die Schäden im Forst und in der Landwirtschaft sowie die Anzahl der Wildunfälle außerdem stark zunehmen.

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu verschiedenen Tier- und Jagdarten, zu Jagdhunden und zum Lernort Natur, sowie zum Naturschutz. Und natürlich kommen die Wildrezepte nicht zu kurz...

Viel Spaß auf den Seiten der Hegegemeinschaft Osterzgebirge!